Kürbise sind für mich ein wunderbares Gemüse. Die großen Blätter beschatten den Boden, sodass die Feuchtigkeit nicht verdunstet. Herrlich leuchtende gelbe Blüten verschönern das Gemüsebeet, die Früchte schmecken köstlich und lassen sich auch bis in den Winter hinein lagern. Weil ich Kürbis so liebe, habe ich in jedem Jahr mindestens eine Kürbissorte in meinem Garten. Die Pflanzen brauchen natürlich ausreichend Platz um gut wachsen zu können. Das ist in meinem Stadtgarten auch das Problem, der Platz! In einem schönen Artikel habe ich über das vertikale Gärtnern gelesen, da entstand die Idee für mein Rankgitter.

In die Höhe Gärtnern, ist gerade in kleinen Stadtgärten voll im Trend. Platz, der in der Ebene fehlt wird durch Höhe dazugewonnen. So die Theorie für mein Rankgitter. Die beiden Hochbeet im Garten bieten eine gute Grundlage. Hier setzte ich die Pflanzen ein und sie dienen als Fundament für das Gestell.

Die Praxis zum Rankgitter

Ich habe lange darüber gegrübelt wie ich die Zwischenräume des Gitters fülle und aus welchem Material ich sie baue. Dann bin ich auf Bewehrungsmatten gestoßen, eigentlich liegen solche Matten in Stahlbetonbauten oder im Estrich. (Boden eines Hauses) Sie halten prima der Witterung stand, sind sehr stabil, das Material ist neutral und ohne Schadstoffe. Die Größe der Matten ist ganz einfach individuell anpassbar. Die Matten habe ich übrigens bei Ebay Kleinanzeigen in Leipzig gefunden, aber auch jeder Baustoffhandel hat solche Bewehrungsmatten im Angebot.

Materialliste

  • 6 Bewehrungsmatten 1 m x 1 m
  • 9 Balken 7 cm x 7 cm (druckimpregniert) in 1,80 m Länge
  • 6 Holzschrauben
  • 6 Winkel (5 cm x 4 cm x 4 cm)

Die Felder sind ungefähr einen Quadratmeter groß, dass hintere Feld ist etwas kleiner geworden. Ich musste die Matten an die Größe des Hochbeetes anpassen. Lasst die Spitzen der Matten als Enden für die Befestigung der Felder stehen. Die Balken werden auf 1,40 m Länge gekürzt.(je nachdem wie hoch das Rankgitter werden soll) In die Seiten habe ich Löcher mit einem Durchmesser von 6 mm gebohrt. Die sollten in der gleichen Höhe gebohrt werden wie die Spitzen der Bewehrungsmatten. Achtet darauf, dass Ihr nicht komplett durch den Balken bohrt, dann halten die Matten besser.

Die Matten werden dann einfach in die Balken eingeschlagen, sie halten ganz ohne Schrauben. Mit einer helfenden Hand geht das Ganze ein bisschen einfacher. Schlagt die Matten mit dem Hammer in die Löcher ein, dann hält alles gut zusammen. Die einzelnen Teile werden aufgestellt und mit den Schrauben vom oberen Teil miteinander verschraubt.

Durch die druckimprägnierten Kanthölzer kann das Rankgitter auch in der Erde stehen ohne das, dass Holz vergammelt. Für einen besseren Stand habe ich am Handlauf des Hochbeetes noch Winkel angebracht. So steht das Rankgitter überall auf gleicher Höhe und bleibt auch bei nachsackender Erde im Hochbeet immer an der gleichen Stelle.

Pflanzen für das Rankgitter

Mit dem vollständig aufgestellten Rankgitter habe ich ungefähr 6 Quadratmetern mehr Platz für den Gemüseanbau. Ich lasse Kürbise, Gurken, Stangenbohnen, Erbsen oder auch Melonen an dem Gitter hochwachsen und die Früchte hängen sprichwörtlich dann von der Decke. Jedes Feld kann mit einer Sorte bepflanzt werden. Auf knapp zwei Quadratmeter Fläche könnt ihr so bis zu vier Sorten Gemüse gleichzeitig anbauen. Dass ist nicht nur herrlich anzuschauen, sondern beschert euch auch eine reiche Ernte.

Durch die einzelnen Teile des Rankgitters, kann ich die Konstruktion über den Winter unter das Vordach meines Schuppens zu stellen. So bleibt das Holz trocken und platzt nicht auf, wenn der Frost in das nasse Holz dringt. Hier ein kleiner und seltener Blick in meine Rumpelecke hinter der Laube. 🙂