Lasst die Aussaat beginnen!

Ich mag die Vielfalt im Garten und auf meinem Teller natürlich auch. Wer rechtzeitig ernten will, der muss auch zum richtigen Zeitpunkt mit der Aussaat beginnen. Das Angebot von vorgezogenen Gemüsepflanzen aus dem Baumarkt ist, milde gesagt, sehr überschaubar. Hat man das Glück eine eigenständige Gärtnerei in der Nähe zu haben, dann kann man sein Gemüsebeet schon recht abwechslungsreich bestücken. Wer aber auch mal besondere Sorten anbauen möchte, der kommt um selbst angezogene Pflanzen nicht herum. Noch dazu macht es riesigen Spaß!

Jetzt im Februar können Chilis, Paprikas, Tomaten, Auberginen und die ersten Salate ausgesät werden. Auf meiner Fensterbank stehen die Anzuchttöpfe dicht an dicht, so weit das Auge reicht (wie ihr Anzuchttöpfe selber herstellt, lest ihr hier). Neben Wärme, ist Licht für die Pflänzchen das Wichtigste. Eigentlich reicht ein helles Plätzchen auf der Fensterbank. Wer sich nicht sicher ist, ob die Lichtverhältnisse ausreichen, kann zusätzlich eine Pflanzenlampe aufstellen. (Was ihr für die Anzucht noch alles benötigt, lest ihr hier.)

Was kann alles im Februar ausgesät werden?

Mitte Februar kommen meine Tomaten in die Anzuchtschalen. So sind die Pflanzen einfach stärker im Wachstum und haben schon eine gewisse Größe. Mitte Mai werden sie dann ins Freibeet gesetzt. Zucchinis, Gurken und auch die ein oder andere Blumen (z.B. Tagetes) ziehe ich auch selber aus dem Samen vor. Das frühere Blühen und eine starke Pflanze, sind der Dank für den extra Aufwand. Manche Pflanzen kaufe ich aber auch bei meiner Lieblingsgärtnerei in Leipzig ein. Mit Blumenkohl hatte ich in den letzten zwei Jahre nie Glück. Im ersten Jahr sind die Samen super aufgegangen und ich war voller Vorfreude. Doch nach dem Auspflanzen ins Freibeet, sind die Pflanzen in alle möglichen Himmelsrichtungen geschossen und alles war dahin. Im zweiten Jahr kamen die Samen erst gar nicht bei der Anzucht. Deshalb kaufe ich die Blumenkohlpflänzchen bei der Gärtnerei. Brokkoli hingegen, klappt immer super.

Auch mit verschieden Salaten (Neckarriesen oder Prio) und Kräutern beginne ich mit der Aussaat im Februar direkt in kleine Töpfe. Wenn die Pflanzen groß genug sind, werden sie dann ins Hochbeet oder die Kräuterwanne gesetzt. Jedes Jahr ziehe ich ein paar neue Sorten extra im Haus an. Dieses Jahr ist es die mexikanische Minigurke. Sie schmeckt viel intensiver nach Gurke und ist dabei so klein wie eine Kirsche. Mehrere Artischocken habe ich dieses Jahr in meinem Garten. Sie werden direkt in die Staudenbeete gepflanzt – sieht bestimmt toll aus. Ich bin schon gespannt darauf, wie sich die, eigentlich im Süden heimischen Pflanzen, hier in unseren Breiten entwickeln und natürlich, wie sie schmecken. Und eine ganz besondere Tomatensorte: Die “Barry crazy cherry”. Die Pflanzen bilden hunderte von kleinen Tomaten in ungefähr 1-2 cm Größe. Sie hängen wie Trauben von der Pflanze, nur dass es Tomaten sind.

Kohlrabi, Fenchelsamen und Rosenkohl sind Ende Februar dann auch in die Aussaattöpfe. So ist die Fensterbank immer gut ausgelastet und freie Plätze gibt es dort kaum. Je nach Witterung ziehen die kleinen Pflänzchen dann Ende März in mein Frühbeet. (Wie ich das gebaut habe, lest ihr hier.) Das ist mittels Pferdemist mit einer Naturheizung ausgestattet. Dort überstehen die kleinen dann auch mal ein paar kalte Nächte. (Die Aufschichtung für das Frühbeet, lest ihr hier.)

Jungpflanzen auf der Fensterbank
Pikierte Jungpflanzen in einzelnen Töpfen auf der Fensterbank

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